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Auf den Spuren der Hanse

Startschuss für grenzüberschreitendes Projekt zur Tourismusförderung

Die reiche mittelalterliche Geschichte der Hansestädte soll in der deutsch-niederländischen Grenzregion wiederaufleben. In Doesburg wurde der symbolische Startschuss für ein dreijähriges grenzüberschreitendes Interreg-Projekt gegeben, das unter anderem mit Mitteln der EU und der NRW-Landesregierung gefördert wird. Ziel ist es, die Ursprünge der Hanse wieder sichtbarer und in den alten Hansestädten erlebbarer zu machen für die Bewohner und Besucher.

Insgesamt 14 deutsche und niederländische Hansestädte werden nun bei dem Projekt zusammenarbeiten. Auf deutscher Seite gehören Emmerich am Rhein, Kalkar mit Grieth, Wesel und Neuss dazu. In den Niederlanden waren etwa Kampen, Deventer oder Zutphen Teil der Hanse. „Es sind prächtige historische Städte, die im Mittelalter bereits viel Macht hatten, als Amsterdam noch ein kleines Dorf war“, sagte Bea Schouten von der Provinz Gelderland bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung.

Die Federführung des Projekts liegt bei Toerisme Veluwe Arnhem Nijmegen, die von den Projektpartnern Niederrhein Tourismus, MarketingOost und Achterhoek Toerisme unterstützt werden. Im Rahmen des Projekts soll etwa eine internationale Hanse-Fahrradroute entwickelt werden, die die niederländischen Hansestädte mit den deutschen entlang des Rheins verbinden soll. Auch eine entsprechende Reisemobilroute soll es geben. An Informationspunkten entlang der Strecke soll man via Smart Phone zurück in die Zeit der Hanse reisen können. Über historische Erzählungen soll der Alltag zur Hansezeit wieder lebendig werden.

Möchten Sie aktiv Produkte und/oder Aktivitäten rund um die Hanse entwickeln?

Möchten Sie als Unternehmer beim Thema Hanse aktiv werden? Sind Sie der Meinung, dass es an der Zeit ist, die jahrhundertealte Geschichte der Hanse in unseren Städten und ihrer Umgebung sichtbarer zu machen? Im Rahmen des Interreg-Programms „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Hansestädte“ stehen für die Produktentwicklung rund um das Thema Hanse Gelder zur Verfügung.

Wie lauten die Bedingungen?

  • Zur Verfügung gestellt werden insgesamt 275.000 Euro für die Produktentwicklung zum Thema Hanse durch Unternehmer. Davon sind 100.000 Euro für einzeln agierende Unternehmen reserviert und 175.000 Euro für Unternehmen, die grenzüberschreitend (DE-NL) zusammenarbeiten.
  • Das Budget kann für die Entwicklung von Augmented-Reality-Produkten zum Thema Hanse in einem Betrieb/Gebäude als Teil der weitergefassten Entwicklung von Augmented Reality in den Hansestädten verwendet werden. Darüber hinaus können Gelder für die Entwicklung weiterer Hanseprodukte in den teilnehmenden Städten eingesetzt werden. Einige Beispiele: Hansebier, Hansefahrräder, ein Wochenend-Arrangement mit Fahrradtouren zwischen den Hansestädten, Hansegeschenkpapier, Hansegeschenkboxen, Hansemenüs etc.
  • Das Budget kann nur für die Konzept- und Produktentwicklung verwendet werden. Die tatsächliche Umsetzung kann aufgrund der Gesetzgebung im Bereich der staatlichen Förderung nicht aus diesem Programm finanziert werden.

Beispiel: Die Entwicklung eines Hansebrots bei verschiedenen Bäckereien. Die Entwicklung des Rezepts, des Logos oder der Entwurf von Flyern fallen unter das Budget. Das Backen des Brots selbst jedoch wird nicht gefördert.

  • Die Förderung ist für Unternehmer aus den teilnehmenden Hansestädten, ebenso aber auch für Unternehmer aus dem Umland, dem sogenannten Hansekorridor, verfügbar. Unternehmen müssen 50 Prozent der gesamten Investitionssumme für die Produktentwicklung im Rahmen des Projekts kofinanzieren (also zusätzlich zu der Summe aus der Projektförderung muss der Unternehmer einen eigenen Beitrag in derselben Höhe leisten).
  • Der Mindesteigenbeitrag des Unternehmers im Projekt beträgt 250 Euro (Investitionsvolumen 500 Euro).
  • Der Höchstbeitrag aus dem Projekt hängt von der Initiative ab und wird vom Bewertungsausschuss beurteilt.
  • Anträge können über das Formular auf dieser Website eingereicht werden.
  • Nach der Genehmigung ist der Unternehmer für die Beschaffung von Dienstleistungen und Material verantwortlich und schickt die komplette Rechnung an den Lead Partner. Der Lead Partner zahlt 50 Prozent des Rechnungsbetrags entsprechend dem eingereichten Angebot aus.

Bitte beachten: Bei gemeinsamen Initiativen innerhalb des Projekts, übernimmt der Lead Partner die notwendigen Beschaffungen und schickt eine Rechnung über 50 Prozent des Rechnungsbetrags für die Produktentwicklungskosten an den Unternehmer.

  • Die Anträge werden anhand der folgenden Kriterien beurteilt:
    • Beitrag zum Hanse-Erlebnis in und rund um die Hansestädte
    • Kann die Idee kann nach der Anschubfinanzierung weiter bestehen?
    • Lässt sich die Idee auch in anderen Hansestädten umsetzen?
    • Deutlich sichtbarer Mehrwert für den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Deutschland und den Niederlanden
  • Alle Anträge werden von der Arbeitsgruppe „Interreg Hansestädte“ und einem Vertreter aus der jeweiligen oder der am nächsten gelegenen Hansestadt beurteilt.
  • Auf Veröffentlichungen ist das Projektlogo (internationale Hanse) und das Logo von Interreg abzudrucken. Abhängig vom Format der Veröffentlichung müssen außerdem die Logos der Provinzen Gelderland und Overijssel sowie des Bundeslands Nordrhein-Westfalen abgebildet werden (> 5000 cm²).
  • Veröffentlichungen müssen in deutscher und niederländischer Sprache verfasst sein.

Mehr Informationen zum Projekt „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Hansestädte – damals und heute“

Vierzehn Hansestädte in der deutsch-niederländischen Grenzregion reichen sich die Hand und arbeiten grenzüberschreitend zusammen. Ab Januar 2019 werden sie drei Jahre lang gemeinsam mit den Destinationsmarketing-Organisationen Toerisme Veluwe Arnhem Nijmegen, MarketingOost, Achterhoek Toerisme, Niederrhein Tourismus und NBTC Holland Marketing das Projekt „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Hansestädte – damals und heute“ mit Leben füllen. Das gemeinsame Ziel ist es, das Hanse-Erlebnis sowohl für die Besucher als auch für die Einwohner zu verstärken. Dafür werden unter anderem neue grenzüberschreitende Produkte für Unternehmen aus dem Tourismus- und dem Freizeitsektor, für die Hansestädte und für das Umland entwickelt.

Stolz auf die Hansegeschichte

Die Hansestädte blicken auf eine bewegte, bis ins Mittelalter reichende Geschichte zurück. Diese Geschichte ist für (internationale) Besucher und die Einwohner ein wichtiger Anreiz für den Besuch der historischen Stadtzentren. Die Hansestädte haben jedoch auch eine große Anziehungskraft auf ihr direktes Umland. Das deutsch-niederländische Projekt soll dafür sorgen, dass die Geschichte und die mittelalterlichen Wurzeln der Hansestädte erlebbar werden. Das Projekt bietet Unternehmen (Beherbergungsbetrieben, Gaststätten und anderen touristischen Unternehmen) die Chance, innovative Hanseprodukte zu entwickeln, sodass neue Umsatzmöglichkeiten im deutsch-niederländischen Grenzgebiet erschlossen werden können.

Neuer Handel

Um dafür zu sorgen, dass ein Besuch in einer Hansestadt häufiger mit einem Besuch im Umland kombiniert wird, wird eine internationale Hansefahrradroute entwickelt. Die Route verbindet Hansestädte in den Niederlanden mit den deutschen Hansestädten am Rhein. Grundlage hierfür bildet das Knotenpunktsystem des Radwegenetzes auf beiden Seiten der Grenze. Die Fahrradroute wird um Augmented Reality-Geschichten ergänzt. Mit dem Smartphone wird auf diese Weise eine virtuelle Zeitreise möglich. Der Fokus liegt dabei darauf, das gemeinsame Kulturerbe der Hanse in der Umgebung der Fahrradroute erlebbar zu machen.

Neben den traditionellen Print- und Online-Produkten (Karten, Broschüren, Apps etc.) kommt auch Storytelling zum Einsatz. Mithilfe persönlicher und authentischer Geschichten wird die Geschichte des Hanseverbunds wieder zum Leben erweckt.

Interreg-Programm Deutschland-Nederland

Die Umsetzung des Projekts „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Hansestädte – damals und heute“ erfolgt im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland und wird durch die Europäische Union, das MWIDE NRW sowie die Provinzen Gelderland und Overijssel finanziell gefördert.

Unterstützt wird das Projekt von einem Netzwerk bestehender regionaler (touristischer) Organisationen, den lokalen VVV-Büros, den Gemeinden und einem Cluster von (touristischen) Unternehmen entlang der Route. Darüber hinaus tragen auch NBTC Holland Marketing, Erfgoed Gelderland und die Radboud Universität zum Projekt bei. Toerisme Veluwe Arnhem Nijmegen agiert als Lead Partner. Niederrhein Tourismus und MarketingOost sind sowohl erster Kontakt als auch Koordinatoren für die inhaltliche Umsetzung des Projekts.

Laden Sie den flyer herunter

Antragsformular Hanseatic Interreg Förderung Produktentwicklung

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